Sensorische Integrationstherapie
Definition / Was ist sensorische Integration?
Unter sensorischer Integration wird die Zusammenstellung von sensorischen Informationen für den Gebrauch verstanden. Es ist ein Vorgang, durch den das Gehirn Auskünfte von den Sinnen aufnimmt, erkennt, deutet und eingliedert, um darauf mit einer anpassenden Handlung zu reagieren.
Bei welchen Störungsbildern ist das Behandlungskonzept der SI sinnvoll?
Wenn es sich um eine zentrale Wahrnehmungsverarbeitungsstörung (ZVS) handelt, ist die sensorische Integrationstherapie im Rahmen der ergotherapeutischen sensomotorisch-perzeptiven Behandlung am besten geeignet, dem Kind grundlegend, ganzheitlich und schnell zu helfen.
Wie wirkt die SI-Therapie?
Die sensorische Integrationstherapie hilft, die Aufnahme der Sinneswahrnehmung zu strukturieren und unterstützt die Vernetzung der Wahrnehmungsverarbeitung im Gehirn, um eine verbesserte Handlungskompetenz zu erreichen. Dies hilft Ihrem Kind, selbst erfolgreich zu sein und stützt damit seine Selbstsicherheit. Gleichzeitig trägt dies zu emotionaler Stabilität und sozialem Lernen bei.
Wie wird die SI-Therapie durchgeführt?
In der Therapie geht es darum, dem Kind, basierend auf einer genauen Diagnostik, sensorische Informationen zu vermitteln, um dem Kind in Folge einer guten Verarbeitung und Integration der Sinneseindrücke die Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas zu ermöglichen. Da Bewegung und Spiel eine „alltägliche Bestätigung“ und damit das „Umfeld“ des Kindes sind, werden solche Handlungsfelder auch für die SI-Therapie genutzt: Somit kann die Behandlung sehr verschieden aussehen, manchmal wie ein Bewegungsspiel oder eine sportliche Übung, manchmal wird auch gestalterisch oder handwerklich gearbeitet.